Wie schnell Enzo wächst ..

Wir selbst sehen das ja nicht. Daher mache ich jeden Tag Bilder, damit ich es mal nachvollziehen kann, wie rasant Enzo Gewicht und Größe verändert. Vor zwei Monaten konnte er noch unter Leon durchschlüpfen und heute springt er über ihn! Nur so aus Spaß! Kürzlich haben wir Bekannte getroffen, die einen Border-Terrier haben. Sie konnten nicht fassen, wie groß Enzo mittlerweile ist, denn im März waren Bruno, so der Name des Terriers, und Enzo noch gleich groß. Heute überragt er den Terrier deutlich und wenn beide über die Wiese toben, rennt Enzo dem Bruno locker davon. Die Beine sind eben schon länger und auch die Muskeln haben sich deutlich weiterentwickelt. Schließlich will Enzo ja auch seinem Leon hinterherkommen, wenn die beiden um die Wette rasen.

Er hat sich prächtig eingelebt und auch wenn wir keine Hundeschule wegen Corona besuchen, lernt er welpentypisch sehr schnell, denn er kann ja bei seinen zwei Brüdern abschauen, was wir mit „Sitz, Platz und Fuß“ meinen.

Er entwickelt sich prächtig und wir meinen, Enzo geht es sehr gut!

Leon, Enzo und Vigo

Für unsere spanischen Freunde

Enzo kommt ja aus Sevilla. Und wir danken den Tierschützern um Manuela M. recht herzlich, dass sie uns Enzo schickte. Wir sind sehr glücklich mit ihm!

Enzo wird ein erfülltes Hundeleben mit uns verbringen, wie das alle unsere Hunde haben und hatten! Hier noch ein paar Bilder, die unseren Spaniern Eindrücke von unserem Leben mit ihren Hunden zeigen sollen:

Wachstum

Enzo war vor zwei Monaten noch recht klein. Aber er wächst. Rasant! Er hat bereits knapp fünf Zentimeter an Höhe zugelegt, auch sein Gewicht hat er in die Höhe geschraubt von 42 auf 48 cm Widerrist und wiegt nach anfänglichen acht nun bereits fast 12 Kilogramm!
Er hatte auch schon seinen ersten Tierarzttermin, bei dem wir ihn zuerst auf Giardien untersuchen ließen. Dieser Test war positiv, daher hatten wir eine Medikamentenkur angewandt, die ihn von diesen kleinen Biestern befreite. Nun ist er ein gänzlich gesunder Hund! In ein paar Monaten lassen wir ihn noch auf Mittelmeerkrankheiten untersuchen, damit wir, falls er einen dieser unguten Erregern in sich trägt, diese Biester ebenfalls eliminieren ließen. Aber momentan zeigt er keine Symptome und wir rechnen nicht wirklich mit einer Erkrankung.

Zuhause

Aber dann ging es wieder auf die Reise. Nur war die nicht mehr so lange und nach einer guten Stunde betrat er sein endgültiges Zuhause. Etwas vorsichtiger, da alles so neu und so ungewohnt war durchschritt er die sechs Stufen ins Haus und lief hinter Leon und Vigo her, die natürlich gleich wie gewohnt ins Wohnzimmer liefen. Aber Enzo war sich sicher: Wo die beiden hinlaufen, da will ich auch hin. Also marschierte er hintendrein und war ZUHAUSE!

Er hat sich gleich einen Platz gesucht und den hat er bis zum heutigen Tag beibehalten. Nicht dass er nirgend wo anders liegen wollte, nein, aber seinen ersten Platz beansprucht er eben. Leon und Vigo haben natürlich ihre Lieblingsplätze, jeder so drei bis acht, aber Enzo hat halt seinen eigenen: Mittendrin. Von diesem Platz aus kann er alles bestens übersehen: Die Küche, gaaanz wichtig, den Hauseingang, gaaanz wichtig, das Schlafzimmer (Enzo bevorzugt nachts aber seinen Platz im Wohnzimmer!) und den Balkon. Strategisch der beste Platz eben. Enzo eben!

Enzo und Leon .. und Vigo

Nachdem wir Enzo in Empfang genommen haben, sind wir durch die Stadt Ettlingen gefahren, haben ein Plätzlein aufgesucht, wo man mit Hunden spazieren gehen kann und sind etwas gelaufen. Auch unsere brauchten ihren Morgenspaziergang, waren wir doch vorher in Eile, Enzo abzuholen, wo wir ja keinesfalls zu spät kommen wollten.
So kehrten wir wieder zu unserer Herbere ab, die in unmittelbarer Nähe zum Abholort liegt, und präsentierten also Enzo. Ein kleiner Garten und herrlicher Sonnenschein luden zum Herumtoben ein und Leon, der sichtlich gefallen fand vom ersten Moment an, und Enzo begannen im Garten umherzutollen, dass es eine Freude war, den beiden zuzuschauen!

Was für ein trolliges Kerlchen Enzo ist und wie klein und putzig! Er war weder zurückhaltend noch irritiert über die vielen fremden Menschen, Hunde und Dinge, die ihn an diesem ereignisreichen Morgen überfielen. Er war ein gänzlich glücklicher Hund, der sichtlich Spaß hatte!

Der erste Tag mit Enzo

Früh morgens, es war gerade mal 7 Uhr, haben wir ihn abgeholt. An einem Parkplatz unweit der Autobahn, auf dem etliche verschlafene Personen rumstanden, aber alle sichtlich unruhig. Wir waren zuerst etwas verunsichert, da drei – ja, drei! – große Transporter da standen, die ganz offensichtlich mit Hunden beladen waren. Kann man nicht anders sagen. Sehr geordnet alles. In fest eingebauten Käfigen, drei Stück übereinander und in zwei Reihen links und rechts als auch hinten saßen sie drin, die Glückpilze, die Prinzen und Prinzessinnen in Erwartung auf ein besseres Leben.

Irgendwo in diesen drei Wagen musste auch Enzo sein. Aber wo? Wir sollten warten, bis man uns per Whatsapp aufrief. Taten wir aber nicht, wir waren ja auch unruhig. Wir wollten nun also diesen kleinen Hund, der zu diesem Zeitpunkt noch Teo hieß. Oder Pepe.

Seht ihr, TEO, unten links: DA saß er also auf seiner langen Reise von Sevilla nach Karlsruhe, wo wir ihn abholten.
Aber dann ging alles sehr schnell: Wir wurden freundlich von dem Herrn auf dem Bild aufgerufen, er musste nicht lange suchen (unten links..) und keine zwei Minuten später hatten wir Teo an der Leine. Papiere ausgehändigt worden und tschüss, hat uns gefreut. Alles etwas anders in Zeiten von Corona, aber die drei Transporter luden nur einen kleinen Teil der Hunde aus und sind dann gleich weitergefahren. Nach Köln, wenn ich mich recht entsinne.

Bye bye, Vergangenheit, ich bin jetzt hier, ich heiße ENZO!

Enzo

Es hat nur eine einzige Woche gedauert, aber gesucht haben wir länger. Viel, viel länger.

Schon vor Monaten habe ich begonnen, das Internet nach Hunden zu durchforsten. Wie gewöhnlich habe ich bei Tierschutzorganisationen gesucht. Da diese heute vorwiegend auf Facebook posten, war ich nun also täglich auf Facebook unterwegs. Ich. Facebook. Aber wenn das der Weg ist, dann ist das eben der Weg. Nun, ich möchte mich jetzt nicht über Facebook auslassen, denn es gibt Wichtigeres zu berichten. Jedenfalls haben wir am letzten Sonntag — und heute ist genau der nächste darauf folgende Sonntag — einen kleinen Hund entdeckt, der seit gestern bei uns ist und den schönen Namen Enzo bekommen hat. Aber der Reihe nach.

Claudia suchte natürlich auch nach Hunden. Schließlich hat sie noch viel mehr Geduld als ich, das Internet zu durchforsten und so war es sie, die am vergangenen Sonntag in aller Herrgottsfrüh auf Teo stieß. So hieß er bei der Protectera in Sevilla, Spanien. Nun, um acht Uhr am Sonntag früh habe ich dann mit der Tierschützerin Fabienne telefoniert. Um 11 Uhr waren dann die Weichen gestellt und Teo für uns reserviert. Am Montag blieb mir nur noch, die Schutzgebühr zu überweisen und mich um die obligatorische Vorkontrolle zu kümmern. Denn in Corona-Zeiten ist es für die Tierschützer schwierig, Hausbesuche zu machen. Einerseits wollen das die Hundeanwärter nicht gerne und andererseits wollen das auch die von den Tierschutzorganisationen Beauftragten auch nicht so gerne. Nun, mittlerweile sind wir aber in der Szene einigermaßen bekannt und so genügte ein Anruf von einer zweiten Tierschutzorganisation, um die Adoption von Teo zu erreichen.

Da dann alles so schnell erledigt war, fand sich zufälligerweise sogar noch ein Platz, um Teo dann am gestrigen Samstag zu uns zu bringen.
So schnell ging es noch nie und nun sind wir glücklich mit Teo.

An der Kleinen Lauter

Den heißesten Tag des Jahres verbrachten wir an einem kleinen Flüsschen, der Kleinen Lauter. Ein schönes Tal, durchzogen von einem Fluss mit kristallklarem Wasser und reichlich bewachsen mit Kresse. So schön!

Auch die Hunde Vigo und Léon lieben Wasser, besonders, wenn es darum geht, Stöckchen aus dem Wasser zu holen und dies gleich dutzendfach! Rein, raus, wieder rein und wieder raus. Schütteln tun sich Hunde grundsätzlich in unserer unmittbaren Nähe, so dass auch wir bald nasse Hosen haben. Na ja, an diesem Tag auch für uns eine wohltuende Erfrischung ..

Wir lieben es, mit unseren Hunden die Natur zu genießen und die Tage im Freien zu verbringen. Gerade die heißen Tage! Der Wanderweg, lediglich drei, vielleicht vier Kilometer lang, ist stets im Schatten am Waldrand, also perfekt, um nicht doch an der heißen Sonne zu verglühen! Ein schöner Ausflug, der uns lange in Erinnerung bleiben wird. So soll’s sein.

Ein weiterer Ausflug in Folge

Auch der Tag nach unserem Besuch am Badesee Häsle war so heiß, dass wir wieder an einen kleinen See fuhren. Dieser ist unweit des Limestors in Rainau gelegen, wo ich ja schon oft war, weil ich das moderne Gebäude, das die Überreste des Limestores vor weiteren Einflüssen der Witterung schützt, über die letzten beiden Jahre zu verschiedenen Jahrezeiten fotografisch in Szene gesetzt habe. Wir stellten das Auto ab, liefen die paar Meter zum Limestor und wanderten dann die ungefähr zwei Kilometer zum nahen See. Dieser ist nicht mit dem ebenfalls nahe gelegenen See zu verwechseln, den die Römer anstauten und mit einem kleinen Kastell sicherten. Die Jagst ist kein großer Fluss, damals wie heute eignet er sich meines Wissens nicht zur Flussfahrt. Was also die römischen Besatzer dort wollten, habe ich bisher nicht nachgelesen. Lediglich der verbriefte Feldzug des Kaisers Caracalla, der aus politischen Motiven heraus einen zirka dreiwöchigen Feldzug gegen die Barbaren hinter der Palisadenwand führte, war bisher interessant für mich. Und die damit einhergehende Frage, ob Caracalla tatsächlich hier war und den Feldzug persönlich anführte. Aber das wissen selbst die Historiker nicht. Sie wünschen es sich aber, denn damit würde unser Landstrich eine besondere Bedeutung erlangen, die bisher fehlt. Wir sind eben nicht Kaiseraugst oder Trier oder Xanten, um erst gar nicht von Rom zu sprechen ..